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Sonderausstellung im Joachim-Ringelnatz-Museum |
Juni 2009
Sonderausstellung im Joachim-Ringelnatz-Museum
Aquarelle und Tuschezeichnungen aus ...liner Roma...
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Mit seinem 1924 zuerst gedruckten Berlin-Roman …liner Roma…
hat Joachim Ringelnatz sich auf das Wagnis eingelassen, eine neue Ausdrucksform
zu finden, mit der sich das damals neue Phänomen ›Großstadt‹ künstlerisch
fassen ließ. Von der behaglichen, eher provinziellen Stadt vergangener Jahrzehnte, wie man sie aus
den Texten Theodor Fontanes kannte, war nach all den technologischen,
politischen und sozialen Wandlungen des neuen Jahrhunderts nichts mehr übrig
geblieben: Autos, U- und Stadt-Bahnen, Leuchtreklamen, Kinos, riesige
Mietskasernen und qualmende Fabriken verliehen dem Metropolenleben eine
unerahnte Hektik und Unübersichtlichkeit. Das alles ließ sich mit herkömmlichen
erzählerischen Mitteln nicht mehr darstellen. …liner Roma… ist der äußerst
gelungene Versuch, eine radikal neue Ausdrucksform zu entwickeln. Das
manifestiert sich schon im merkwürdigen Titel des Textes: »Und was bedeutet
liner Roma? Da fehlt was vorn und was hinten. Ich hab’ mir’s ergänzt: ›Berliner
Romane‹. Berliner Romane haben meist keinen ordentlichen Anfang und kein
rechtes Ende.«
Mit …liner Roma…, erschienen fünf Jahre vor Alfred Döblins
Berlin Alexanderplatz, schuf Joachim Ringelnatz wohl den ersten Großstadtroman
deutscher Sprache. Der Text ist ein literarisches Kaleidoskop; zu ihm gehören
eigenhändige Bildbeigaben, die den Text nicht illustrieren, sondern ihm neue
Facetten beifügen.
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"Sommeridyll", 1923
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Durch eine großzügige Förderung von Lotto Niedersachsen ist
es der Joachim-Ringelnatz-Stiftung möglich geworden, sieben (von insgesamt
zehn) Originalen dieser Blätter zu erwerben; die übrigen drei gelten als
verschollen.
In der Sonderausstellung »Blätter aus …liner Roma…« (27.
Juni bis 31. Oktober 2009) werden diese Originale erstmals öffentlich
gezeigt.
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 25. Juni 2009 )
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